München Displaced

Der Rest der Geretteten

5. Juli 2023 – 17. März 2024 | Ebenen 1 und 2

München Displaced. Der Rest der Geretteten

München Displaced
Das Ausstellungsprojekt „München Displaced“ stellt eine Vielfalt an Erfahrungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit in München vor. Erstmals steht die heterogene Gruppe der Displaced Persons (DPs) im Mittelpunkt, also all jene Menschen, die infolge des Zweiten Weltkriegs aus ihren Heimatländern geflohen sind, deportiert oder vertrieben wurden und sich nach 1945 in München wiederfanden.

In zwei parallelen Ausstellungen im Jüdischen Museum München und im Münchner Stadtmuseum (bis 7. Januar 2024) werden die Erfahrungen und Erzählungen…

5. Juli 2023 – 17. März 2024 | Ebenen 1 und 2

München Displaced. Der Rest der Geretteten

München Displaced
Das Ausstellungsprojekt „München Displaced“ stellt eine Vielfalt an Erfahrungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit in München vor. Erstmals steht die heterogene Gruppe der Displaced Persons (DPs) im Mittelpunkt, also all jene Menschen, die infolge des Zweiten Weltkriegs aus ihren Heimatländern geflohen sind, deportiert oder vertrieben wurden und sich nach 1945 in München wiederfanden.

In zwei parallelen Ausstellungen im Jüdischen Museum München und im Münchner Stadtmuseum (bis 7. Januar 2024) werden die Erfahrungen und Erzählungen von DPs unterschiedlichster Herkunft in einen lokalhistorischen Zusammenhang gebracht.

München Displaced. Der Rest der Geretteten
Das Jüdische Museum München beleuchtet die lokale Infrastruktur der jüdischen DPs in München. Dabei wird die Gegend rund um die Möhlstraße im Stadtviertel Bogenhausen beschrieben, das nach 1945 mit zentralen Einrichtungen wie der amerikanisch-jüdischen Hilfsorganisation JOINT, dem Zentralkomitee der befreiten Juden sowie vielen Lebensmittelläden und koscheren Restaurants von immenser Bedeutung war. Auch die Existenzgründungen jüdischer DPs in München nach 1945, die Eröffnung der wiederhergestellten Synagoge Reichenbachstraße 1947 und die „Ausstellung der Jüdischen Künstler“ 1948 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus werden anhand erstmals gezeigter Ausstellungsstücke thematisiert. Das Jüdische Museum München verweist auf viele weitere Adressen, die zum Alltagsleben, zur Geschichte und zur Kultur der jüdischen DPs gehörten und heute längst wieder gänzlich losgelöst von dieser temporären jüdischen Perspektive existieren. Die Idee dazu folgt der jiddischen Informationsbroschüre „Der Najer Jidiszer Wegwajzer fun di wichtigste Institucjes in Minchen“ aus der DP-Zeit.

Mit der Einbeziehung des Münchner Stadtraums ist der Wunsch verbunden, mit Ausstellungsbesucher*innen ins Gespräch zu kommen. Das Jüdische Museum erhofft sich auch von Nachkommen ehemaliger DPs zusätzliche Adressen, Informationen und Erinnerungsstücke zu erhalten. So können Museumsbesucher*innen unmittelbar die weitere Sammlungs- und Forschungsarbeit zum Thema unterstützen.

Kuratorinnen: Jutta Fleckenstein und Ulrike Heikaus in Zusammenarbeit mit Sarah Steinborn
Ausstellungsgestaltung: gewerkdesign, Berlin

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Was gibt's noch?

Erfahren Sie mehr über unsere aktuellen Veranstaltungen und regelmäßigen Rundgänge

ZUM KALENDER

Rundgang zur Ausstellung
Lesung Kinderjahre im Displaced-Persons-Lager Föhrenwald
Gespräch Kunstausstellungen nach 1945 in München
Finisage Auerbach. Eine jüdisch-deutsche Tragödie

ZUM BLOG

Bildung & Schulen

Sie sind Lehrer*in und möchten mit Ihrer Schulklasse oder Ihrem Kollegium unser Museum besuchen? Erfahren Sie mehr über unsere individuellen Angebote für Lehrende und Schulklassen.

Buchbarer Rundgang für Schulklassen
ANGEBOTE

Ausstellungsansicht „München Displaced. Der Rest der Geretteten“ Foto: Eva Jünger / Jüdisches Museum München
Ausstellungsansicht „München Displaced. Der Rest der Geretteten“ Foto: Eva Jünger / Jüdisches Museum München
Ausstellungsansicht „München Displaced. Der Rest der Geretteten“, Synagoge Reichenbachstraße, Foto: Eva Jünger / Jüdisches Museum München
Ausstellungsansicht „München Displaced. Der Rest der Geretteten“, Städtisches Gewerbeamt, Foto: Eva Jünger / Jüdisches Museum München

Update München Displaced

Der Sohn des DP-Künstlers Pinchas Schuldenrein rief uns aus New Jersey an. Er hatte ein Plakat seines Vaters in einem Artikel der Jewish Telegraph Agency entdeckt und konnte uns mehr über dessen weiteres Leben berichten:
Update München Displaced // Der DP-Künstler Pinchas Schuldenrein

Die Tochter von Elias Stern rief uns an, da eine Verwandte zufällig seine Gewerbekarte im Jüdischen Museum München gesehen hatte. Stern arbeitete 1947 als Geschäftsführer im Hotel Bristol in der Möhlstraße. Mit seiner Familie hat er nie über die direkte Nachkriegszeit gesprochen.
Update München Displaced // Elias Stern

Wir erhielten von Ellen Presser, der Leiterin des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München, einige Erinnerungsstücke für die Sammlung des Jüdischen Museums München. Darunter befindet sich eine Visitenkarte von Ernest Landau.
Update München Displaced // Ernest Landau

Update München Displaced

Dina Schweizer, vermutlich geboren 1935 in Galizien (heute Ukraine), besuchte mit ihren beiden Söhnen die Ausstellung „München Displaced“ und erzählte uns von ihrer Zeit im DP Camp Neu-Freimann 1947 bis 1949.
Update München Displaced // DP Camp Neu-Freimann

Während ihrer Zeit im DP Camp Neu-Freimann besuchte Danuta Mandel das Hebräische Gymnasium in der Möhlstraße. Eine Erinnerung.
Update München Displaced // Hebräisches Gymnasium

Für unsere aktuelle Ausstellung haben wir rund 40 Adressen und ihre Bedeutung für die Displaced Persons in München recherchiert. Eine Adresse spielte im Leben von Maria Leipelt – die Schwester von Hans Leipelt, der die Weiße Rose unterstützte – eine besondere Rolle wie uns Angela Bottin berichtete.
Update München Displaced // Maria Leipelt und die Siebertstr. 3

Update München Displaced

Gehen oder Bleiben? Diese Frage stellten sich viele Displaced Persons in der Nachkriegszeit. Die Tochter von Leon Leon Garnczarski zeigt uns ein Foto wie ihr Vater nach Amerika aufbricht. Schließlich verlässt er Bayern doch nicht und arbeitet in einem Lokal am Goetheplatz.
Update München Displaced // Leon Garnczarski

Da sich viele Jüdinnen und Juden nicht von deutschen Ärzten versorgen lassen wollten, forderten die jüdischen Selbstverwaltungsgremien schon Ende 1945 eine eigene medizinische Infrastruktur und ein separates Krankenhaus.
Update München Displaced // Jüdisches Krankenhaus

Rundgänge an historischen Orten

Stadtspaziergang in Bogenhausen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2024
Teilnahme kostenlos
Bitte vorab anmelden
Rundgang über das Klostergelände mit Pater Cyrill Schäfer (Erzabtei St. Ottilien) im Rahmen der Ausstellung „München Displaced. Der Rest der Geretteten“
Teilnahme kostenlos
Bitte vorab anmelden
Rundgang mit Dr. Sybille Krafft (Museumsleitung Erinnerungsort BADEHAUS) im Rahmen der Ausstellung „München Displaced. Der Rest der Geretteten“
5 Euro Führungsentgelt
Bitte vorab anmelden
Besucher*innen im Erinnerungsort BADEHAUS, Präsentation der Geschichte der Displaced Persons, Foto: Jan Greune
Rundgang über die Baustelle in der Reichenbachstraße mit Dr. Rachel Salamander im Rahmen der Ausstellung „München Displaced. Der Rest der Geretteten“
Teilnahme kostenlos
Bitte vorab anmelden

Was aus den Zurückgebliebenen wurde, wie sie sich ein neues Leben erfanden, in einer feindlichen Umgebung mit Alltagsrassismus und scheelen Blicken, untersuchen beide Ausstellungen, wobei jene im Jüdischen Museum einen Vorsprung an Exponaten und historischer Einordnung mitbringt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Orte tragen immer Erinnerungen.“ Und in den Ausstellungen würden nun die konkreten Plätze in München mit den Geschichten der DPs verbunden, wodurch sich ein neuer Blick auf den Münchner Stadtraum eröffne.

Süddeutsche Zeitung

Die Doppelausstellung „München Displaced“ präsentiert neue Erkenntnisse zur Stadtgeschichte Münchens und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung der DP-Thematik allgemein.

H-Soz-Kult

Die Kuratorinnen Jutta Fleckenstein und Ulrike Heikaus haben für die zweiteilige Ausstellung »München Displaced« in akribischen Recherchen eine Fülle an Material gesammelt.

Münchner Feuilleton

“The Jewish DPs were not only survivors or victims,” said Jewish Museum curator Jutta Fleckenstein. “They very quickly developed a Jewish self-awareness.

Jewish Telegraphic Agency

Den Kuratorinnen beider Häuser sind abwechslungsreiche, weil reich bestückte Ausstellungen gelungen.

Bauwelt