Vorschau

AB OKTOBER 2021 | EBENE 1

MAX FRANKENBURGER (1860—1943)
Fahrradpionier und Privatgelehrter

Eine Ausstellung im Studienraum des Jüdischen Museums München

Max Frankenburger, Sohn eines jüdischen Religionslehrers aus Mittelfranken und begeisterter Radfahrer, war 1888 Mitbegründer der "Victoria Fahrradwerke" in Nürnberg, die sich zu einer der größten einschlägigen Fabriken in Deutschland entwickelte. Nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft um 1900 zog sich Frankenburger aus dem operativen Geschäft zurück und übersiedelte nach München, um sich hier seiner zweiten Leidenschaft zu widmen: Der Erforschung der Goldschmiedekunst. Neben zahlreichen anderen Veröffentlichungen zählt vor allem sein 1909 erschienenes Buch "Die Alt-Münchner Goldschmiede und ihre Kunst" noch heute zu einem wichtigen Standardwerk. Über Leben und Sterben des Verfassers, der 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet wurde, war bisher hingegen wenig bekannt.

Emailwerbeschild der Victoria-Fahrrad-Werke, um 1898. Foto: Franz Kimmel, Jüdisches Museum München.
Emailwerbeschild der Victoria-Fahrrad-Werke, um 1898. Foto: Franz Kimmel, Jüdisches Museum München.
Ein Museum der Landeshauptstadt München