Was war das Leben in Theresienstadt?

Cover Das letzte Ghetto, transcript verlag

Nachdenken über die jüdische Holocaustgeschichte

Lesung und Gespräch mit Anna Hájková

Während des Holocaust bildete sich in der Häftlingsgesellschaft von Theresienstadt eine eigene soziale Hierarchie heraus. Dabei entschieden kleine Unterschiede zwischen den Häftlingen – ihr Alter, ihre Herkunft oder ihre frühere Arbeit – über Leben und Tod. In den dreieinhalb Jahren des Bestehens des Lagers schufen die Häftlinge ihre eigene Kultur und ihre eigenen Gewohnheiten, schlossen sich zusammen, verliebten sich und gründeten neue Familien.

Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen legt Anna Hájková in Das letzte Ghetto (transcript verlag, 2026) erstmals eine analytische, transnationale Kultur-, Sozial-, Geschlechter- und Organisationsgeschichte Theresienstadts vor und bietet damit neue Einsichten in die Geschichte des Holocaust.

Anna Hájková (PhD), geb. 1978, arbeitet am Institut für Geschichte an der University of Warwick, UK, und forscht im Bereich moderne europäische Kontinentalgeschichte. Für ihre wissenschaftliche Arbeit wurde sie unter anderem mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet.

Eintritt
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Veranstaltungsort
NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München

Veranstalter
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der NS-Dokumentationszentrum München und VVN Bayern