Kippverläufe in Münchens Altstadt

Lenbachplatz mit Künstlerhaus und Synagoge 1938
Lenbachplatz mit Künstlerhaus und Synagoge 1938, Foto Rupprecht F. Neustätter, Stadtarchiv München

Alte Hauptsynagoge und Künstlerhaus

Lesung und Gespräch mit Marita Krauss und Eva Tyrell

Unsere nächste Ausstellung (2027) widmet sich der alten Münchner Hauptsynagoge. Sie war ein anerkanntes Wahrzeichen – bis NS-Propaganda diese Wahrnehmung zynisch revidierte. Im Juni 1938 feierten Nationalsozialisten ihren Abriss als „Gewinn“ fürs Stadtbild. Das Künstlerhaus gegenüber wollte sich 1933 nicht politisch vereinnahmen lassen, suchte jedoch bald die Nähe zur Reichskulturkammer. Münchner NS-Funktionäre tolerierten die Nachbarschaft der Synagoge umso weniger, je wichtiger das Künstlerhaus für sie wurde. Die beiden Historikerinnen kommentieren die Lesung historischer Quellen. 

Sprecherin: Anne Greiter

Eintritt
frei

Veranstalter
Eine Veranstaltung im Rahmen von „Wenn die Kultur kippt. Versuchung, Verstrickung und Verbrechen in radikalen Zeiten“ von Public History München