Misrachi-Identität und Protest in der israelischen Populärkultur

Vortrag von Noam Zadoff, Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck im Rahmen der Ausstellung "Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen"

Noam Zadoffs Vortrag folgt der Geschichte der Misrachim in Israel und dem Weg der Misrachi-Kultur vom Rand der Gesellschaft in deren Zentrum – und in die Politik. Kurz nach der Gründung Israels wanderten viele Jüdinnen und Juden aus arabischen Ländern (Misrachim), in den jungen Staat ein. Deren Leben war in ihren Ursprungsländern nach der arabischen Niederlage 1948 – und im Zuge der Dekolonisierung – zunehmend schwierig geworden. 

In Israel aber begegnete ihnen die Herablassung der Aschkenasim – dem aus Europa stammenden dominanten Teil der Gesellschaft. Die arabisch-jüdische Kultur und Sprache der Misrachim wurde von der Mehrheit als ‚primitiv‘ bezeichnet und auch mit den arabischen Feinden identifiziert. Mit den Jahren wurde die Misrachi-Kultur aber in den israelischen Mainstream aufgenommen und heute wird ein Großteil der populären Kultur von ihnen definiert.

Dr. Noam Zadoff lehrt und forscht am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck. 

Entry
frei

Organizer
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte, Innsbruck