Wechselausstellung: single

Installationsansicht | Foto: Franz Kimmel

Mittwoch, 11. Oktober, 2017

Hirsch Aub -
Porträt eines Rabbiners

11.10.2017 bis 29.04.2018


Ausstellung im Studienraum
Ebene 1


Als sich 1825 in München der Anwärter auf das Rabbineramt Hirsch Aub gegen 13 weiterer Kandidaten durchsetzte, begründetet dies eine 45 Jahre andauernde Ära, in der der Rabbiner seine Gemeinde durch bewegte Zeiten leiten sollte. Die im Zuge der Emanzipation jüdischer Bürger_innen einsetzende Reformbewegung innerhalb des Judentums ging vielerorts nicht konfliktfrei vonstatten, sowohl in den Gemeinden selbst als auch in Bezug auf die christlichen Kirchen.
Durch seine klare Positionierung zur traditionellen Religionsausübung, die sich dennoch einigen Elementen der neuen Gottesdienstform offen gegenüber zeigte, gelang es Aub, die Einheit der jüdischen Gemeinde in München zu wahren und gleichzeitig Wohlwollen und Anerkennung auf staatlicher Seite zu gewinnen.


Eine Schenkung des Jewish Museum New York, ein großformatiges Porträtgemälde Hirsch Aubs um 1850, ermöglicht es dem Jüdischen Museum München nun, Münchens prägenden Rabbiner angemessen in Szene zu setzen und im Rahmen einer Studienraumausstellung zu präsentieren.


Eine Ausstellung des Jüdischen Museums München