Zeitzeugenabend

Hilde Grünberg

Überleben in Schwabbruck.

Die Geschichte der Hilde Grünberg.

Anlässlich des »Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus« laden wir zu einem Gespräch mit der Zeitzeugin Hilde Grünberg ein. Dass Hilde Grünberg die Zeit des Nationalsozialismus überlebt hat, grenzt an ein Wunder. Die Münchnerin hat die letzten Kriegsjahre auf dem Land verbracht, in einem Dorf in der Nähe von Weilheim. Sie schwebte in ständiger Lebensgefahr, ihre wahre Identität durfte sie dort nicht preisgeben; denn Hilde Fischer, wie sie mit Mädchennamen hieß, stammt aus einer jüdischen Familie. 1937 geboren, wuchs sie bei Mutter, Oma und Tante auf. Aber ohne Vater, er hatte sich von seiner jüdischen Frau getrennt. Schon als Fünfjährige bekam sie die Machtübergabe an die Nationalsozialisten mit. Die Oma musste den Judenstern tragen und ging nur mehr selten in die Stadt, schließlich wurde sie 1942 nach Theresienstadt deportiert. Mutter Erika, eine Schneiderin, sollte – zwangsverpflichtet – in einer Munitionsfabrik arbeiten. Deshalb tauchte sie unter. Und die kleine Hilde? Sie war 1943 durch eine Kinderlandverschickung in Schwabbruck gelandet. Die Bauersfamilie, bei der sie einquartiert war, ahnte nichts von der jüdischen Identität des Mädchens. Es behielt sein Geheimnis für sich. Hilde Grünberg hatte Glück, ihre Familie kam nach dem Krieg wieder zusammen. Ihre Oma hatte das KZ Theresienstadt überlebt. Gemeinsam mit Mutter und Tante feierten sie das Wiedersehen jedes Jahr wieder wie einen Geburtstag.
Moderation: Iris Tsakiridis, Journalistin

Eintritt frei
Einlass ab 18:30

 

Preis
kostenlos

Eintritt
frei

Veranstalter
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München.

Ein Museum der Landeshauptstadt München