No Man’s Land

Mikael Levin mit Hanno Loewy

Der Künstler Mikael Levin im Gespräch mit Hanno Loewy und Boaz Levin

»Ich erinnere mich noch, wie vor fünfundzwanzig Jahren das Ideal eines Vereinten Europas schein­bar in greifbarer Nähe lag. Offene Grenzen – das bedeutete, dass Grenzposten ihre Funktion ver­loren. Ich wollte die Strukturen, die solche Orte konstituieren, dokumentieren. In jener Zeit habe ich nicht begriffen, wie optimistisch das Projekt war, diese Fotos zu machen, und mir war auch nicht bewusst, wie tief verwurzelt in mir jener Idealismus war... Fünfundzwanzig Jahre später ist unser Optimismus verflogen.»

Für die Ausstellung »Sag Schibbolet!» hat Mikael Levin seine damalige Arbeit aus dem Jahr 1993 über die innereuropäischen Grenzen neu inter­pretiert. Im Gespräch mit Hanno Loewy (Direktor des Jüdischen Museums Hohenems) und Boaz Levin (Kurator, Berlin) spricht Levin über die aktuelle Relevanz seiner Arbeit und die Rolle von Grenzen und Grenzräumen in seiner künstleri­schen Praxis der vergangenen drei Jahrzehnte. Mikael Levin, geboren 1954 in New York City, aufgewachsen in Israel, hat lange in Frankreich und Schweden gelebt. Seit 1980 arbeitet er in den Medien Film und Fotografie in New York. In seinen Projekten setzt er sich mit der Wechsel­wirkung von Alltag und Geschichte auseinander.

Preis
kostenlos

Veranstaltungsort
Jüdisches Museum München

Veranstalter
Eine Veranstaltung der Jüdischen Museen München und Hohenems.

Ein Museum der Landeshauptstadt München