Dok.fest München -

34. Internationales Dokumentar­filmfestival München

Auch in diesem Jahr präsentiert das Jüdische Museum München im Rahmen der Reihe Dok.special als Kooperationspartner ausgewählte Filme auf dem Dok.fest

Als eines der größten Dokumentarfilmfestivals in Europa präsentiert das DOK.fest vom 08.–19. Mai Höhepunkte des internationalen Dokumentar­films an verschiedenen Spielorten in München.
Auch das Jüdische Museum München ist in diesem Jahr wieder als Kooperationspartner mit dabei und präsentiert zwei besondere Filme:

DO | 09.05.2019 | 17:00 | Neues Maxim
93Quee
n
„Mutter zu sein, ist die Hauptaufgabe einer Frau. Berufstätigkeit oder Weiterbildung wird nicht gefördert.” So nüchtern kommentiert Rachel „Ruchie“ Freier die Lebenssituation der Frauen in Borough Park, Brooklyn. Es ist die größte chassidische Gemeinschaft in den USA, in der eine strenge Geschlechterordnung herrscht. Doch Ruchie, selbst orthodoxe Jüdin, Mutter von sechs Kindern und Anwältin, mischt den „Boys Club“ auf: Sie gründet den ersten ehrenamtlichen Rettungsdienst von Frauen für Frauen. Regisseurin Paula Eiselt begleitet die mutige Mission. Ihr gelingt ein vielschichtiger Einblick in das religiöse jüdisch-orthodoxe Leben von Brooklyn. Zugleich ist „93Queen“ das Porträt einer couragiert-charismatischen Frau, die das Patriarchat in ihrer Gemeinde auf den Kopf stellt.
Regie: Paula Eiselt, USA 2018, 90 Min, englisch.
Weitere Screenings:
SO | 12.05.2019 | 16:00 | Rio Filmpalast, Kino II
DI | 14.05.2019 | 17:00 | Gasteig, Carl-Amery-Saal


MI | 15.05.2019 | 17:00 | Filmmuseum
Claude Lanzmann: Spectres of the Shoah

„You want me to talk about „Shoah“? It’s a masterpiece! What makes it a masterpiece? Well, Claude Lanzmann!“ (Marcel Ophüls) Als der Pariser Intellektuelle Claude Lanzmann 1973 mit der Arbeit an „Shoah“ begann, ahnte er nicht, wie sehr ihn die Beschäftigung mit den Verbrechen der Nationalsozialisten und deren traumatischen Folgen für die überlebenden Opfer auch persönlich fordern, wie lange sie tatsächlich dauern würde. Erst 1985, nach zwölfjähriger Dreh- und Schnittarbeit, stellte er „Shoah“ schließlich fertig – der neunstündige Film gilt heute als das wohl wichtigste Werk bei dem Versuch der filmischen Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen an den europäischen Juden. In „Spectres of the Shoah“ spricht Lanzmann über seine Arbeit an dem Film, der ihn weltberühmt machte, über sein Leben und seine Freundschaft mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Entstanden ist das Porträt eines großen Chronisten, der 2018 in Paris im Alter von 92 Jahren gestorben ist.
Regie: Adam Benzine, Großbritannien, Kanada, Deutschland, USA 2015, 58 Min.
Weiteres Screening:
SO | 19.05.2019 | 16:00 | Gasteig, Carl-Amery-Saal

 

Preis
9,50 Euro

Veranstaltungsort
Neues Maxim, Rio Filmpalast, Filmmuseum, Gasteig, Carl-Amery-Saal

Veranstalter
Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V.

www.dokfest-muenchen.de
Ein Museum der Landeshauptstadt München