Sammel- bilder [06]

Die »Moderne Galerie« von Heinrich Thannhauser

Sammelbilder [06] Die »Moderne Galerie« von Heinrich Thannhauser

Sammel- bilder [06]

Die »Moderne Galerie« von Heinrich Thannhauser

Sammelbilder [06]
Die »Moderne Galerie« von Heinrich Thannhauser

Die sechste Etappe der Ausstellungsreihe »Sammelbilder« erinnert an Heinrich Thannhauser und die von ihm 1909 gegründete »Moderne Galerie«, die bis zu ihrer Übersiedlung nach Berlin 1928 zu dem Ausstellungsort für die Moderne in München wurde. Die erste Ausstellung des »Blauen Reiters«, Einzelschauen von Cézanne, Degas, Gauguin, Picasso, Manet, Monet, Renoir und Van Gogh, aber auch Ausstellungen arrivierter wie neuentdeckter deutscher Maler und Grafiker begründeten den Ruhm der Modernen Galerie. Die Ausstellung, zu der Leihgaben namhafter internationaler Museen gewonnen werden...

Sammelbilder [06]
Die »Moderne Galerie« von Heinrich Thannhauser

Die sechste Etappe der Ausstellungsreihe »Sammelbilder« erinnert an Heinrich Thannhauser und die von ihm 1909 gegründete »Moderne Galerie«, die bis zu ihrer Übersiedlung nach Berlin 1928 zu dem Ausstellungsort für die Moderne in München wurde. Die erste Ausstellung des »Blauen Reiters«, Einzelschauen von Cézanne, Degas, Gauguin, Picasso, Manet, Monet, Renoir und Van Gogh, aber auch Ausstellungen arrivierter wie neuentdeckter deutscher Maler und Grafiker begründeten den Ruhm der Modernen Galerie. Die Ausstellung, zu der Leihgaben namhafter internationaler Museen gewonnen werden konnten, thematisiert aber auch das Schicksal des Gründers der Galerie sowie seines Sohnes Justin: Heinrich Thannhauser starb 1935 während der Vorbereitung seiner Emigration in die Schweiz und sein Sohn Justin, der seinem Vater als Leiter der Galerie folgte, emigrierte über Paris in die USA, wo er nach dem Tod seiner beiden Söhne jenen Teil seiner Privatsammlung, die er vor dem Zugriff durch die Nationalsozialisten retten konnte, 1963 dem Guggenheim Museum übereignete, wo die Erinnerung an jene Galerie, die im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts den Ruf Münchens als Kunstmetropole so maßgeblich mitgestaltete, fortlebt.

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Ausstellungszeit

30. Januar – 25. Mai 2008

Kuratorin

Emily D. Bilski

Mitarbeit

Juliette Israël

Gestaltung

Architekt Martin Kohlbauer, Wien

PUBLIKATION

Der Katalog zur Ausstellung

Thannhausers Moderne Galerie ist vor allem für die erste Ausstellung des Blauen Reiters im Jahr 1911 bekannt. Heinrich Thannhauser kam im Kindesalter nach München. Er betätigte sich zuerst in verschiedenen Berufszweigen und wurde schließlich Mitinhaber einer Kunstgalerie. 1909 eröffnete er seine eigene Galerie, die nach zeitgenössischem Urteil die »schönsten Ausstellungsräume in ganz München« besaß. Thannhauser organisierte bzw. betreute die bedeutenden Ausstellungen der internationalen modernen und avantgardistischen Kunst - darunter die der französischen Impressionisten und Post-Impressionisten, der italienischen Futuristen sowie die erste Retrospektive Picassos (1913) - ebenso wie zahlreiche Ausstellungen deutscher Künstler. Die Ausstellungen und Veröffentlichungen der Galerie trugen maßgeblich zum Renommee der Stadt München als internationalem Kunstzentrum bei.

ISBN 978-3-938832-27-1

In New York ist der Name Thannhauser präsent. In München, das ungleich mehr von Thannhauser profitiert hat, erinnert nichts mehr an den Galeristen. Diese Scharte wetzt das Jüdische Museum München nun aus.
Münchner Merkur, 29. Januar 2008
Jetzt ist sie also für kurze Zeit nach München zurückgekehrt: Groß, bunt und prächtig strahlt den Besuchern Franz Marcs 'Gelbe Kuh' entgegen.
tz, 29. Januar 2008
Die Münchner Ausstellung öffnet anhand ausgewählter Objekte den Blick auf die Geschichte jüdischer Sammler in München. Ein Wiedersehen mit Inkunabeln der klassischen Moderne, aber auch ein trauriger Rückblick auf das Zerstörungswerk eines faschistischen Systems.
Süddeutsche Zeitung, 31. Januar 2008
Ein Museum der Landeshauptstadt München