Wechselausstellung: single

Tora-Rolle mit Tora-Schmuck aus der Hauptsynagoge München, aufgenommen von Theodor Harburger, 1927

Dienstag, 10. Juli, 2007

Sammelbilder [04]

Von Bayern nach Erez Israel - Auf den Spuren jüdischer Volkskunst
10. Juli 2007 bis 18. November 2007


„Von Bayern nach Erez Israel – Auf den Spuren jüdischer Volkskunst“ beleuchtet die Beschäftigung mit Zeugnissen jüdischer Kultur in den Jahren vor dem Nationalsozialismus. Der Kunsthistoriker Theodor Harburger (1887-1949) legte in den 1920er Jahren ein umfassendes Fotoarchiv jüdischer Kulturdenkmäler in Bayern an. In den Jahren 1926 bis 1932 bereiste Harburger 125 jüdische Gemeinden und besuchte zahlreiche private und öffentliche Sammlungen. Ergebnis war ein rund 800 Fotografien umfassendes Inventar jüdischer Volkskunst – ein heute einzigartiges Zeugnis jüdischer Kultur in Bayern. Begleitet wurde er bei seinen Reisen von seinem Freund, dem Zahnarzt Heinrich Feuchtwanger (1898-1963), der ein passionierter Judaica-Sammler war und bei diesen Reisen auch seine Sammlung erweitern konnte. Beide, Harburger und Feuchtwanger, engagierten sich – letztlich vergeblich - für die Einrichtung eines Jüdischen Museums in München. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten führte der Weg der beiden Münchner in die Emigration nach Erez Israel. Während viele der von Harburger dokumentierten Synagogen zerstört und die Ritualgegenstände verschwunden sind, ist die Sammlung Feuchtwanger heute vollständig im Israel Museum in Jerusalem erhalten. Ausgewählte Objekte aus der Sammlung des Israel Museum und der Central Archives for the History of the Jewish People in Jerusalem sind nun erstmals wieder in München zu sehen.


 


Kuratoren der Ausstellung: Dr. Barbara Staudinger / Bernhard Purin