Wechselausstellung: single

Franz von Lenbach, Studie für das Porträt Lehmann Bernheimers, 1903, Öl auf Pappe, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München

Gobelinsaal im Haus Bernheimer

Blick in die Ausstellung

Dienstag, 27. November, 2007

Sammelbilder [05]

Die Kunst- und Antiquitätenfirma Bernheimer
27. November 2007 bis 20. April 2008


Meier Bernheimer kam aus Buttenhausen zweimal im Jahr nach München, um an einem Messestand Textilien zu verkaufen. Aus diesen bescheidenen Anfängen heraus erwuchs die bedeutendste Antiquitätenhandlung in Deutschland, die 1864 von Meyers Sohn Lehmann (1841-1918) gegründet wurde. Die Firma L. Bernheimer befand sich an verschiedenen Orten in München, bevor das prächtige Palais am späteren Lenbachplatz erbaut wurde. Lehmann verwandelte – gefolgt von seinen Söhnen Otto, Max und Ernst – das Geschäft in den führenden Lieferanten für Teppiche, Dekorationsstoffe und Textilwaren, Skulpturen, antike Möbel, antikes Silber und asiatische Kunstgegenstände. Zu seinen Kunden zählten nicht nur das bayerische Königshaus, sondern die meisten Königsfamilien in Europa, Aristokraten und Geldaristokraten sowie Museen in München, ganz Europa und den Vereinigten Staaten. Die Bernheimers trugen eine bedeutende Privatsammlung zusammen, die – in Erinnerung an die Ursprünge des Familienunternehmens – einen starken Schwerpunkt auf Textilwaren hatte, und sie stifteten vielen Münchner Museen Arbeiten. Die Firma L. Bernheimer selbst wurde zwar 1987 aufgelöst, doch Mitglieder der Familie blieben im Kunsthandel führend –in München und weltweit.


 


Kuratorin: Emily D. Bilski


Mitarbeit: Juliette Israël