Einblicke – Ausblicke.

Jüdische Kunsthistoriker in München



6. Oktober 2010 bis 6. März 2011 


Ausstellung im Studienraum des Jüdischen Museums München
06. Oktober bis 12. Dezember 2010 (Teil 1)
14. Dezember 2010 bis 06. März 2011 (Teil 2)

Münchner Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker präsentieren in dieser Ausstellung die vielfältigen Lebenswege und Schicksale einer früheren Generation. Im Rahmen des Promotionsprogrammes „Ausstellungskonzeption, -gestaltung und -vermittlung" recherchierten wir die Biografien von 20 jüdischen Kunsthistorikern, die in Beziehung zu München stehen.

Einige von ihnen kamen zum Studium in die Stadt, andere etablierten sich beruflich in verschiedenen kunstwissenschaftlichen Institutionen oder waren im Kunsthandel tätig. Zudem teilten sie das Schicksal, dass sie nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten ihre Heimat verlassen mussten. In ihren Exilländern standen sie vor der Herausforderung, sich eine neue Existenz aufzubauen. Nach 1945 kamen einige von ihnen zurück nach Deutschland, andere hingegen blieben in ihrer neuen Heimat.

Mit dieser Ausstellung möchten wir eine Generation jüdischer Kunsthistoriker – ihre Lebensgeschichte, ihr Werk und ihren Beitrag zur Kunstgeschichte – ins Licht der Aufmerksamkeit rücken.

Als Juden wurden sie aus der deutschen Kunstgeschichte ausgegrenzt, als Kunsthistoriker möchten wir sie in das Gedächtnis unseres Faches zurückholen. Sie alle haben auf ihren Forschungsgebieten einen wertvollen Beitrag zur Kunstgeschichte geleistet, an den in dieser Ausstellung erinnert wird.

Projektgruppe “Jüdische Kunsthistoriker in München” des Kunsthistorischen Instituts der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Kuratoren
Leitung: Jutta Fleckenstein, Dr. Christian Fuhrmeister, Bernhard Purin und Prof. Dr. Avinoam Shalem

Projektgruppe: Lena Balun, Judith Csiki, Claudia Hahn, Sebastian Jung,  Claudia Kapsner, Lisa Kolb, Anna Messner, Nele Putz, Christiane Schachtner und Sandra Steinleitner

Porträt Richard Krautheimer, Rom 1991 © Ingrid von Kruse