Veranstaltung: single

Dienstag, 18. Oktober, 2011

Thomas Blubacher
Paradies in schwerer Zeit
Künstler und Denker im Exil in Pacific Palisades

Dienstag, 18. Oktober 2011, 20 Uhr im Literaturhaus, Salvatorplatz 1


 


Viele Emigranten, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Deutschland und später Österreich in Richtung Amerika verlassen mussten, versprachen sich von der Nähe zu Hollywood neue Arbeitsmöglichkeiten: Thomas Mann, Vicki Baum, Salka Viertel, Lion Feuchtwanger, Bertolt Brecht oder Max Reinhardt waren nur einige von vielen, die in der Region Pacific Palisades nördlich von Los Angeles ein Paradies vorfanden, in dem es sich dennoch schwer leben ließ. Denn die wenigsten konnten in der Fremde an die großen Erfolge anknüpfen. Thomas Blubacher gelingt ein großartiges Porträt deutscher Kultur im Exil. Brillant beschreibt er das Schicksal und die Arbeiten dieser Autoren, Künstler, Wissenschaftler und legt das Netzwerk ihrer Beziehungen untereinander offen. Wir sehen, wie die Exilanten die amerikanische Kultur mitprägten und wie sie von ihr geprägt wurden.


Thomas Blubacher, 1967 in Basel geboren, Theaterregisseur und Autor z.B. der wunderbaren Biographie über die Geschwister Eleonora und Francesco von Mendelssohn "Gibt es etwas Schöneres als Sehnsucht?", Co-Autor der Dokumentation "Verlorene Bilder, verlorene Leben. Jüdische Sammler und was aus ihren Kunstwerken wurde" stellt sein neues Buch "Paradies in schwerer Zeit" (Elisabeth Sandmann) vor.


In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B'nai B'rith.