Veranstaltung: single

Dienstag, 15. Mai, 2012

Veranstaltungen im JMM Tamar Lewinsky
Ein unterbrochenes Gedicht
Jiddische Literatur in Deutschland 1944-1950

15. Mai 2012, 19 Uhr


Literaturhandllung, St. Jakobsplatz 16 im Jüdischen Museum München, Foyer


Karten an der Abendkasse


Eintritt: 8,- € / ermäßigt 5,- €


Die Anthologie "Unterbrochenes Gedicht" stellt ein vergessenes Kapitel der Holocaustliteratur vor: Die jiddische Literatur der jüdischen Displaced Persons im besetzten Deutschland.


Die von Tamar Lewinsky und Charles Lewinsky erstmals in Deutsche übertragenen Gedichte und Prosa zählen zu den frühesten Versuchen jüdischer Überlebender, sich der erlittenen Katastrophe literarisch zu nähern. Der Churbn, wie der Holocaust auf Jiddisch genannt wird, umfasste für die Verfasser nicht nur den nationalsozialistischen Genozid, sondern auch unterschiedliche Kriegserfahrungen, die traumatische Begegebnung mit der Zerstörung und den Verlust von Familie und Heimat. Darüber hinaus zeugen diese Texte von der unmittelbaren und schmerzlichen Begegnung zwischen Tätern und Opfern im besetzten Nachkriegsdeutschland und gehören damit zu den ersten Dokumenten einer deutsch-jüdischen Beziehungsgeschichte nach 1945.


Tamar Lewinsky stellt die Anthologie vor.


Einführung und Moderation: Prof. Dr. Michael Brenner, Abteilung für jüdische Geschichte und Kultur, Ludwig-Maximilians-Universität München.


Eine Veranstaltung der Literaturhandlung in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München und B´nai B´rith.