Veranstaltung: single

Kim Seligsohn Hymne an die Namen

Kim Seligsohn, Foto: Nils Olav Becker

Kim Seligsohn Hymne an die Namen

Kim Seligsohn, Foto: Nils Olav Becker

Montag, 20. Januar, 2014

Veranstaltungen im JMM Konzert: Hymne an die Namen

20. Januar 2014, 19.00 Uhr


Ort: Foyer im Jüdischen Museum München


Eine Vertonung der Namen der Opfer der Shoah, um dadurch dem Unfassbaren einen Klang zu geben - so lautet die Idee der bekannten Berliner Mezzosopranistin Kim Seligsohn mit der „Hymne an die Namen“.


Die Idee zu dem Projekt HYMNE AN DIE NAMEN entstand im September 2008. Im Rahmen einer Verlegung von Stolpersteinen sang Kim Seligsohn für ihre 1943 in Auschwitz ermordete Großmutter Marianne Peukert, einer geborenen Seligsohn. Aus dieser Erfahrung heraus erwuchs der Wunsch, auch anderer Opfer des Holocaust in dieser individuellen Form zu gedenken. www.hymne-an-die-namen.de


Das Konzert im Jüdischen Museum dient auch als Kickoff für das „Jahr der Entscheidung“, wie 2014 von Terry Swartzberg, 1. Vorstand der Initiative Stolpersteine für München e.V., genannt wird.


Denn es besteht die berechtigte Hoffnung, dass in diesem Jahr der Stadtratsbeschluss von 2004, Stolpersteine in München auf öffentlichem Grund nicht verlegen zu dürfen, revidiert wird – ein Wunsch, den neben den Opfergruppen selbst auch sehr viele andere Münchner Bürger haben.


Sie wollen, dass ebenso wie in mittlerweile 1.100 Städten in 17 Ländern die Verlegung von Stolpersteinen in der bayerischen Landeshauptstadt möglich wird. Für die Aufhebung dieses Verbotes setzt sich die Initiative Stolpersteine für München e.V. ein.


Dazu der Kommentar der Süddeutschen Zeitung vom 21.12.2013


"Die Shoah begann mitten im Alltag, ebenso wie die Verfolgung so vieler anderer Menschen. Daran zu erinnern, ist alles andere als banal. Die meisten Gedenkstätten sind dem Leiden und dem Tod der NS-Opfer gewidmet - die Stolpersteine markieren den Ort, an dem das Grauen begann. Mitten im Alltag, mitten in dieser Stadt. Dorthin kehren die Verfolgten, die Deportierten, die Ermordeten posthum zurück. Männer, Frauen, Kinder, ganze Familien - Menschen aus München. Die Tafeln mit Namen, Schicksalen und Lebensdaten mögen den einen stören, den anderen verstören. Genau deshalb sind die Stolpersteine so notwendig. Und genau deshalb muss der Stadtratsbeschluss von 2004 revidiert werden."


Für weitere Informationen:


Terry Swartzberg
stolpersteine-muenchen.de
(0170) 473 35 72


Eine Veranstaltung der Initiative Stolpersteine für München e.V.