Wechselausstellung: single

Bild zur Wechselausstellung "Dr. Wertham und der Comic Code"

Dr. Fredric Wertham
Linolschnitt von Jason Young, 2009
Geschenk des Künstlers (2012)

Dienstag, 19. März, 2013

Dr. Wertham und der Comic Code

Ab 19. März bis 21. Juli 2013


Fredric Wertham (1895-1981) wurde unter seinem ursprünglichen Namen Friedrich Ignatz Wertheimer in Nürnberg als Kind einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren und war in den frühen 1920er Jahren in München als Psychiater tätig. Aus Anlass des Münchner Comicfestivals 2013 ist ihm diese Ausstellung im Studienraum des Jüdischen Museums München gewidmet.


Nach seiner Auswanderung in die USA 1922 wurde er dort zu einem der einflussreichsten Kämpfer gegen Comics, in denen er eine Gefährdung junger Leser zu erkennen glaubte.


Die puritanische Atmosphäre der McCarthy-Ära war der ideale Nährboden solcher Meinungen. Auf seine Initiative wurde 1954 der "Comic Code" eingeführt. Dieses Gütesiegel für Comics, eine freiwillige Selbstkontrolle großer Comic-Verlage, führte zum Entstehen der "Underground-Comics", die nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden durften. Fredric Wertham wurde zu dem Feindbild der avantgardistischen Comic-Szene, die ihm zahlreiche Comics wie "Freddie Wertham Goes to Hell" oder "Dr. Wirtham's" widmete.


 


Texte: Bernhard Purin
Übersetzung: Christopher Wynne
Ausstellungsgestaltung: Juliette Israel
Grafik: Haller & Haller
Ausstellungsproduktion: Verena Immer und Sabine Menges